Übersicht der Symptome

Bei Long COVID können ganz unterschiedliche Symptome auftreten. Diese lassen sich zu verschiedenen Gruppen zusammenfassen. Für manche Gruppen wie Atmung oder Schlaf gibt es hilfreiche Tipps (gelbes Stichwort). Tipps für weitere Gruppen kommen bald hinzu.

Appetit und Verdauung

Zur Symptomgruppe «Appetit und Verdauung» gehören Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall, Heisshunger-Attacken oder umgekehrt Appetitlosigkeit. Der Appetit kann durch Beschwerden bei «Geschmack und Geruch» beeinflusst werden, aber auch unabhängig davon.

Atmung

Da COVID-19 die Atemwege angreift, kann es während der akuten Infektion, aber eben auch danach zu Kurzatmigkeit und Atemnot kommen. Angst und Erstickungsgefühle oder die Einschränkung der physischen Leistungsfähigkeit können den Alltag stark beeinträchtigen.

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Denken und Wahrnehmung

Konzentrationsschwierigkeiten und eine ungewöhnliche Vergesslichkeit gehören zu möglichen kognitiven Symptomen von Long COVID. Dazu gehören auch Langsamkeit beim Denken oder Mühe beim sprachlichen Ausdruck. Auch eine Beeinträchtigung der Augen wurde beschrieben.

 

Fatigue

«Fatigue» bezeichnet eine grosse Erschöpfung, die auch bei viel Schlaf nicht weggeht. Eine solche allumfassende Müdigkeit ist auch von anderen viralen Erkrankungen bekannt. Es gilt möglichst zu vermeiden, dass die Erschöpfung chronisch wird.

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Geschmack und Geruch

COVID-19 kann einen Verlust des Geschmacks- und/oder Geruchssinns bewirken. Diese Beeinträchtigung kann teilweise bestehen bleiben, oder die Geruchs- und Geschmackswahrnehmung kann sich verändern, sodass Lebensmittel nicht mehr gleich riechen und schmecken wie vorher.

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Hals, Nasen, Ohren

Zu dieser Gruppe gehören Erkältungssymptome wie Halsschmerzen, Husten, Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen oder Fieber. Auch von Tinnitus wurde berichtet. Der trockene Husten, der für COVID-19 charakteristisch ist, kann sich in manchen Fällen verstetigen.

Haut und Haare

Verschiedene dermatologische Beschwerden sind beobachtet worden: Dazu gehören zum Beispiel Hautausschläge, Pusteln auf den Wangen, Nesselsucht (starke Rötungen/Quaddeln auf der Haut mit Juckreiz), Veränderungen an der Zunge («Covid-Zunge») oder Haarausfall.

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Herz-Kreislauf

Unter diese Symptomgruppe gehört vor allem ein unvermitteltes starkes Herzklopfen, das sich ohne vorgängige Anstrengung einstellen kann, zum Beispiel beim Einschlafen. Ein hoher Puls und Kreislaufprobleme sind ebenfalls beobachtet worden.

Psychische Gesundheit

Long COVID kann die psychische Gesundheit in all seinen Formen beeinträchtigen. Zu den Symptomen gehören ein Gefühl aus dem Gleichgewicht zu sein, Angst, Panikattacken und Depression, sowie eine geringere Resilienz, etwa bei der Bewältigung von Schmerzen.

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Schlaf

Aufgrund von Long COVID können sowohl Ein- als auch Durchschlafstörungen auftreten. Wer vor dem Einschlafen oder mitten in der Nacht wachliegt, ist tagsüber körperlich und geistig eher müde. Das kann auch den Schlaf-/Wachrhythmus aus dem Gleichgewicht bringen.

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Schmerzen

Diese Symptomgruppe ist eine der häufigsten. Dazu gehören Muskel-, Glieder- und Gelenkschmerzen, Schmerzen in Bauch und Brust, Krämpfe und Steifigkeit, oder Kopfschmerzen und Migräneattacken. Auch im Bereich der Lunge kann es zu Schmerzen und einem Engegefühl kommen.

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Schwäche

Betroffene von Long COVID berichten von einem Gefühl der Schwäche: Körperlich mit verminderter Leistungsfähigkeit (Muskelschwäche), reduzierte Leistungsfähigkeit, geistig mit Apathie und Lustlosigkeit. Manche können kaum laufen, andere müssen sich zu jeder Tätigkeit enorm zwingen und überwinden.

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Schwindel

Ein Gefühl des Schwindels, gegebenenfalls in Kombination mit Gleichgewichtsproblemen, wird von Betroffenen ebenfalls als Symptom von Long COVID beschrieben. Schwindel kann sich auch in einem Benommenheitsgefühl äussern, als könnte man bald bewusstlos werden.

Sexuelle und reproduktive Gesundheit

Long COVID kann die Sexualität beeinträchtigen. Symptome sind z.B. vermindertes Verlangen und verstärkte Schmerzen. Bei Männer wurde über Erektionsstörungen berichtet. Bei Frauen werden Veränderungen der Menstruation und des prämenstruellen Syndroms berichtet.

Wir bedanken uns

Folgende Personen sind uns mit ihrer fachlichen Expertise bei der Erstellung der Ratgeber-Rubrik zur Seite gestanden:

  • Alle Betroffenen, die bei der Entwicklung von Altea mithelfen, indem sie ihre Erfahrungen und Bedürfnisse einbringen;
  • Dr. med. Otto Brändli, Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Physikalische Medizin und Rehabilitation, Praxis ApoDoc Hardbrücke Zürich und Adjunct (visiting) Professor, Bellevue Hospital, NYU Medical Center, New York, USA;
  • Dr. phil. Johannes Glarner, Yogi, Yogatherapeut, Dozent für Yoga;
  • Helena Hefti Wenger, Wim Hof Instruktorin & Atemtrainerin;
  • Nicole Kessler, dipl. Physiotherapeutin FH, dipl. AEK-Therapeutin (Akupressur und Energetische Körperarbeit nach Coaz);
  • Brigitte Ruff, Komplementär-Therapeutin mit eidgenössischem Diplom Atemtherapie, Anerkannte Supervisorin OdA KT, Atemtherapeutin nach Middendorf und nach Buteyko, Trainerin NeuroScanBalance, Diplom Pflegefachfrau AKP;

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